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14. Juli 2012 - Madeirenser Feuerwehrleute haben gestreikt

  (cl) Die mit der Leichlinger Feuerwehr befreundeten Bombeiros in Funchal sind gestern auf die „Barrikaden geklettert“. Sie haben seit drei Monaten kein Gehalt mehr bekommen. Zusammen mit ihren Feuerwehrkollegen von der ganzen Insel marschierten sie von der städtischen Feuerwache durch die Stadt zum Parlament. „Unser Kampf geht um gleiche Rechte wie unsere Kollegen auf dem Kontinent. Wir wollen für unsere Arbeit gleiches Gehalt“, steht auf vielen Schildern. Andere Transparente weisen darauf hin, dass die Wehrleute bei Einsätzen ihren Kopf riskieren, was aber von der Politik nicht gewürdigt wird. So macht ein Plakat, von einer mit Leichlingen befreundeten Feuerwehrfrau darauf aufmerksam, dass bei der Hochwasserkatastrophe vom Februar 2010 ein Feuerwehrmann sein Leben ließ. Der RP erzählte Ezequiela Abreu, dass sie seit drei Monaten keinen Euro für ihren Dienst als Rettungssanitäterin bei den Bombeiros erhalten hat. Ihr Ehemann, Joel Freitas, war bis zu seiner Rückkehr nach Madeira Oberfeuerwehrmann beim Löschzug 1 in Leichlingen. Viele Bombeiros sind Alleinverdiener. Wenn sie dann Geld gezahlt bekommen, sind das gerade mal 650 Euro im Monat. Wenn das dann auch noch ausbleibt, gibt es Ärger mit den Banken. Das Schlimmste verhindern die Hilfen der Großfamilien. Ärgern tun sich die Madeirenser besonders, weil gerade erst Millionen Euro an einen Fußballclub gezahlt wurden. Die meisten dienstfreien Bombeiros beteiligten sich an dem Protest.

 

Leichlinger Hilfe für Madeira:

14. Juli 2012 - Bericht und Fotos: Dieter Clarius/Madeira

 

 

 

   (cl) Mehrere hundert Feuerwehrleute aus den unterschiedlichsten Feuerwachen wollen am Freitag, 13. Juli, vor dem Parlament in Funchal auf ihre finanzielle Lage aufmerksam machen. Der Grund: Seit Ende März haben die meisten von ihnen kein Gehalt mehr bekommen. Auch fällige Urlaubsgelder wurden nicht ausgezahlt. Viele von diesen Wehrmännern sind Alleinverdiener und haben Familien mit mehreren Kindern. Sie wissen nicht, wie sie das Essen für ihre Frauen und Kinder herbeischaffen sollen. Zum Glück gibt es hier noch intakte Familienverbindungen, die in der Not helfen. Schlimmer noch ist, dass die Banken drohen, die laufenden Kredite aufzukündigen. Viele Feuerwehrleute haben ihre Häuser über Banken finanziert.
Die Menschen auf Madeira geben der Politik die Schuld an der Misere. Während ein Feuerwehrmann und Rettungssanitäter mit etwa 650 Euro im Monat auskommen muss, "scheffeln die Politiker aus vollen Kassen, gönnen sich große Autos und machen kostspielige Urlaubsreisen auf Kosten des Steuerzahlers", so die Volksmeinung. Als letztens der Präsident der Insel in Ribeira Brava eine beim Hochwasser vor zwei Jahren zerstörte Brücke nach dem Neubau einweihte, wurde er ausgebuht und gefragt, wo denn das Geld für die Feuerwehr bliebe. Die Demonstration am Parlament wird sicherlich zum Medienspektakel, denn die Feuerwehr darf eigentlich nicht streiken.

 4. Juli 2012

 

Infos zur Gründung der Feuerwehr-Partnerschaft Funchal und Leichlingen durch Dieter Clarius, hier!

  

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