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Neuer Rettungsfunk kostet zwei Millionen
Rhein-Berg (tf) Nachdem es bei der Einführung des Digitalfunks im Rettungswesen in den vergangenen Jahren Verschiebungen gab, soll es Ende kommenden Jahres richtig losgehen: So sieht es der aktuelle Zeitplan vor, der im Kreisausschuss für Gesundheits- und Rettungswesen sowie Verbraucherschutz vorgetragen wurde.
Bis Ende 2011 geplant: die Integration der Rettungsstellen (Leitstellen, Einsatzzentralen der Feuerwehren und Hilfsorganisationen). Bis Mitte 2012 läuft dann der Stabilitätstest, der erweiterte Probebetrieb - unter Einbeziehung von Endnutzern - ist bis Ende des Jahres 2012 vorgesehen. Klappt alles, könnte schließlich 2013 die Inbetriebnahme des Digitalfunks im Rheinisch-Bergischen Kreis erfolgen.
Für den Übergang - und bis zu fünf Jahre nach Inbetriebnahme des neuen Funknetzes - wird wohl das bisherige analoge Netz weiter betrieben. Spätestens dann, so wird erwartet, werde das Land "mit sanftem Druck" auf die komplette Umstellung auf den Digitalfunk bestehen. Denn das Problem ist: Zwischen beiden Funksystemen ist eine Kommunikation nicht möglich.
Die Umstellung wird nicht billig: Allein für die Umrüstung der Kreisleitstelle werden zwischen 200 000 und 300 000 Euro geschätzt. Dazu kommen eventuell mobile Basisstationen für je 30 000 Euro. Derzeit allerdings sei "eine solche Entwicklung nicht abzusehen".
Jedes Handsprechgerät wird mit 1500 Euro veranschlagt, der Austausch der Fahrzeugfunkgeräte mit Zubehör wird je Auto etwa 3000 Euro kosten, dazu kommen weitere Umbaukosten für jedes Fahrzeug von etwa 500 Euro. Insgesamt geht es um 1100 Funkgeräte in der "nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr", davon 200 in Fahrzeugen. Nahezu alle befinden sich im Eigentum der Kommunen.
Die Kreisverwaltung schätzt die gesamten Kosten für den Austausch alle Sprechfunkgeräte auf rund zwei Millionen Euro. Die Gelder dafür müssten aber frühestens Ende 2012 fließen.
Quelle: Rheinische Post vom 30. Juli 2010
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